Grundschule Ofenerdiek

Pädagogisches Konzept

Übergang vom Kindergarten zur Grundschule

Die zukünftige Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule wird derzeit in der Arbeitsgruppe Brückenjahr diskutiert. Bis die Ergebnisse der Gruppe vorliegen, wird vorgeschlagen, dass wie folgt verfahren wird:

  1. Im Februar wird in den Kindergärten in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen der Entwicklungsstand der Kinder in den Bereichen

    • Motorik und Bewegung
    • Wahrnehmung
    • Sprache und Sprechverhalten, phonologische Bewusstheit
    • Denkfähigkeit und Kenntnisse, mathematische Vorerfahrung
    • sozial-emotionales Verhalten, Gruppenfähigkeit festgestellt.

      Grundlage dieser Ermittlung kann, wie schon in einigen Einrichtungen praktiziert, ein Fragebogen sein. Bei auffälligen oder unklaren Ergebnissen finden weitere Überprüfungen  statt. Ein besonderes Gewicht soll dabei auf der Beobachtung der sog. "Kann-Kinder" liegen, um die Eltern entsprechend beraten zu können.

  2. Die künftigen Schulkinder nehmen im Halbjahr vor der Einschulung schon an Veranstaltungen in der Schule teil. (Schnuppertag, Schule spielen, Frühlingssingen). Näheres wird im Kooperationskalender von der Arbeitsgruppe Kindergarten-Schule festgelegt.

  3. Zukünftige Lehrkräfte der 1. Klassen und ein Vertreter der Schulleitung führen im Frühjahr vor der Einschulung einen Elternabend durch, um die Schule vorzustellen und Fragen des Übergangs zu besprechen.

Ermittlung der Lernausgangslage

  1. Nach der Schulanmeldung findet die vorgeschriebene Sprachüberprüfung statt. Um den individuellen Sprachstand festzustellen, werden mit Eltern und Kindern diagnostische Gespräche geführt, deren Ergebnisse in einem Erhebungsbogen festgehalten werden. Gegebenenfalls werden weitere Überprüfungen durchgeführt.
  2. Zukünftige Lehrkräfte der 1. Klassen und ein Vertreter der Schulleitung führen im Frühjahr vor der Einschulung einen Elternabend durch, um die Schule vorzustellen und Fragen des Übergangs zu besprechen.
  3. In den ersten Schulwochen führen die Klassen- und ggf. FachlehrerInnen zusammen mit den Lehrkräften der Förderschule Lernen das IleA-Programm (Mecklenburg-Vorpommern) durch. Dafür wird das Heft für jedes Kind angeschafft und bearbeitet.
  4. Im Rahmen des RIKO-Konzeptes arbeiten die Lehrkräfte der Förderschule mit den Kindern, bei denen individueller Förderbedarf vorliegt.
  5. Wenn die personellen Voraussetzungen gegeben sind, stellt eine Lehrkraft der Förderschule Sprache Sprachauffälligkeiten fest, zeigt Therapiemöglichkeiten auf bzw. führt Therapien durch.
  6. Wenn die personellen Voraussetzungen gegeben sind, wird die psychomotorische Entwicklung der Kinder überprüft und eine  Fördergruppe eingerichtet.

Übergang in die weiterführenden Schulen

Am Ende des vierten Schuljahres erstellen die Grundschulen in Niedersachsen für jede Schülerin und jeden Schüler eine Schullaufbahnempfehlung. Dieser Empfehlung gehen mehrere Beratungsgespräche zwischen der Klassenlehrkraft und den Erziehungsberechtigten voraus.
In jedem 4. Schuljahr wird ein Zeitplan für den weiteren Ablauf ausgegeben.

  • Im Januar erhalten die Erziehungsberechtigten nach der Trendkonferenz eine schriftliche Mitteilung über die vorläufige Schullaufbahnempfehlung.
  • Verbindliche Beratungsgespräche finden anschließend statt.
  • Über die endgültige Schullaufbahnempfehlung wird  etwa 3 - 6 Wochen  vor den Sommerferien in den Klassenkonferenzen der Schule beraten und entschieden.

Die Empfehlungen für die Schullaufbahn werden einheitlich in der Stadt Oldenburg, d.h. nach Absprache aller Grundschulen im Stadtgebiet, getroffen. Wichtigstes Kriterium  dafür ist in erster Linie das Leistungsprofil des Schülers/der Schülerin (Notenbild in den Zeugnissen der Jahrgänge 3 und 4). Besondere Berücksichtigung findet außerdem das Arbeitsverhalten, das das Kind während der gesamten Grundschulzeit in allen Fächern gezeigt hat. Dabei spielt auch die Entwicklung über den genannten Zeitraum eine wichtige Rolle. Diese kann ausschlaggebend sein, wenn eine eindeutige Schulformzuweisung  auf Grund des Notenbildes nicht getroffen werden kann.

Zusammenarbeit der Grundschule Ofenerdiek mit anderen Schulen

Es besteht eine enge Kooperation zwischen den Grundschulen im Stadtnorden (Verbund-Nord). Die Schulleitungen der benachbarten Schulen treffen sich mehrmals im Jahr zu informellen Gesprächen. In regelmäßigen Abständen finden gemeinsame Fachkonferenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch statt. Diese regionalen Fachkonferenzen gibt es auch mit den weiterführenden Schulen (Gymnasien der Innenstadt). Zudem finden Treffen zwischen den Schulleitungen der Grundschule und der Oberschule Ofenerdiek statt. Es erfolgen u.a. auch Rückmeldungen der weiterführenden Schulen über die Lernentwicklungen der ehemaligen Grundschulkinder.
Eine Zusammenarbeit mit dem Herbartgymnasium besteht in den Fächern Englisch und Mathematik.

Um den Schülerinnen und Schülern einen pädagogisch abgesicherten Übergang in eine weiterführende Schulform zu ermöglichen und einen kontinuierlichen Bildungsgang zu gewährleisten, stimmen sich die Grundschulen mit den benachbarten Grundschulen (Verbund Nord) in regelmäßigen Gesprächen ab. Inhalte dieser Gespräche sind Lehrpläne und Anforderungen der Fächer und sowie die Bewertungsmaßstäbe. Diese dienen dazu, ein weitgehend einheitliches Anforderungsniveau  bezüglich der zu erreichenden Kompetenzen, die für die Schullaufbahnempfehlung relevant sind, festzulegen.

Die SchülerInnen der Grundschule Ofenerdiek informieren sich:

  • Damit die Schüler und Schülerinnen der vierten Klassen einen eigenen Eindruck von den Arbeitsweisen der zukünftigen Schulformen bekommen, können die Schüler /- innen  an einladenden Oberschulen, Gymnasien und den Integrierten Gesamtschulen hospitieren.

Die Erziehungsberechtigten der Grundschule Ofenerdiek informieren sich:

  • Die Eltern der Drittklässler werden über die Arbeitsweisen der weiterführenden Schulform in einer Informationsveranstaltung im 2. Schulhalbjahr durch die Schulleitungen der weiterführenden Schulen informiert.
  • Die weiterführenden Schulen stellen sich im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" den GrundschülerInnen und ihren Erziehungsberechtigten vor. Häufig organisieren die Ofenerdieker Eltern dazu Fahrgemeinschaften, um diesen Tag gemeinsam zu erleben.

Weitere Informationen , die sich u.a. mit den Zielen der weiterführenden Schulen, der verschiedenen Möglichkeiten der Schulabschlüsse, späteren Schulwechseln usw. befassen, erhalten Eltern in dem "Flyer" des Niedersächsischen Kultusministeriums
"Die wichtigsten Fragen zur Schullaufbahnempfehlung und zum Übergang auf eine weiterführende Schule" und im Internet.

RIKO - Regionales Integrationskonzept Oldenburg

Möglichst alle Kinder unseres Einzugsgebietes sollen in der Grundschule Ofenerdiek gemeinsam unterrichtet werden.
Deshalb arbeitet die Grundschule Ofenerdiek seit dem Schuljahr 2007/08 im Regionalen Integrationskonzept Oldenburg mit.

Kinder mit hohem Förderbedarf brauchen besondere Unterstützung. Neben den individuellen Hilfen der Klassen- und FachlehrerInnen werden sie durch unsere FörderlehrerInnen intensiv betreut, entweder innerhalb des Klassenverbands oder außerhalb in Einzelbetreuung oder in Kleingruppen. Die Förderung findet während der Unterrichtszeit statt. Dabei werden fehlende Grundlagen im Schreiben, Lesen und Rechnen vermittelt, mit dem Ziel, dass die SchülerInnen im Klassenverband ausreichend mitarbeiten können. Die Förderung orientiert sich an den individuellen Lernvoraussetzungen.

In besonders schwerwiegenden Fällen kann, nach der Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, der sofortige Übergang in eine Förderschule erfolgen.

Formen der Förderung

  • Förderung im Klassenverband
  • Förderung außerhalb des Klassenverbandes
  • Psychomotorische Förderung
  • Vorschulische Sprachförderung
  • Deutsch als Zweitsprache
  • Leseförderung durch Mentoren

Diagnostik

  1. Individuelle Lernstandsanalyse ILEA
    Anwendung: Erste 6 Wochen in der 1. Klasse, möglichst ergänzt durch Arbeitsblätter zu Wahrnehmungsbereichen und durch die Überprüfung der fein- und grobmotorischen Fähigkeiten.
  2. Dümmer/Bilderleiste
    Anwendung: Mitte 1. bis Mitte 2. Klasse
  3. Hamburger Schreibprobe (HSP)
    Anwendung: für Kinder mit Förderbedarf ab Ende 2. Klasse